Liebe Leserinnen, liebe Leser

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Er ist erstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

Der Osterruf wird auch in diesem Jahr wieder durch christliche Kirchen aller Länder in allen Sprachen dieser Welt zu hören sein. 

Er, das ist Jesus. Er war tot. Gekreuzigt, brutal hingerichtet, gestorben und in ein Grab in einer Steinhöhle beigesetzt. Toter geht nicht. Aber das ist ja logisch. Ein bisschen tot – das gibt es nicht. Das ist wie im Digitalen: An oder Aus. Eins oder Null. Lebendig oder tot. Dazwischen gibt es nichts. 

Und dann passiert etwas völlig Unerwartetes. Etwas, das die Welt und alles, was Menschen darüber zu wissen meinen, auf den Kopf stellt. Plötzlich breitet sich die Nachricht aus: Jesus lebt! 

Er ist auferstanden. Er ist auferweckt worden. Worte und Sätze und Gedanken können nicht ausreichend beschreiben, was da passiert ist. Erklären kann man es nicht. Verstehen? Kaum. Das einzige, was bleibt: Glauben. Vertrauen. Hoffen. 

Die ersten Menschen, die sich damit konfrontiert sahen, Frauen am leeren Grab, hatten erstmal Angst. Vielleicht weil sie verstanden haben, dass sie hier – an dem Ort des Todes, dort, wo es aber nichts mehr zu sehen gab, göttlichem Handeln begegnen. Das macht den Menschen immer Angst. Darum lässt Gott in der Bibel ja auch so oft sagen: „Fürchte dich nicht! Hab keine Angst!“ 

Die Botschaft breitet sich aus. Von Galiläa und Jerusalem über das Römische Reich über die gesamte Welt.  

Es ist die Hoffnung, die so viele Menschen ansteckt. Es ist die Befreiung, nach der sich so viele Menschen sehnen. Es ist die Gewissheit, die Menschen auf ihren Wegen stärkt. 

Und das hat bis heute nichts an seinem Reiz verloren. Natürlich haben Kirchen aller Konfessionen in den vergangenen Jahrhunderten großen Mist veranstaltet, oft im Namen dieser hoffnungsvollen und befreienden Botschaft. Kirchen haben allzuoft diese allerheiligste Botschaft genommen, sie in ihre Tempel gelegt und einen großen Stein davor gerollt. Dabei gibt es hinter diesen Steinen nichts zu sehen – denn das Grab ist doch leer. 

Aber sobald diese Steine erstmal wieder weggewälzt werden, wird man auch heute und in Zukunft noch genau diese Hoffnung, diese Befreiung und diese Gewissheit spüren und erleben. Gott bei den Menschen. In diesem Sinne wünsch ich Ihnen und Ihren Lieben alles Gute. 

Ihr Matthias Lefers